Deutschösterreichische Studenten im akademischen Kulturkampf 1859-1914
Der akademische Kulturtransfer
Alexander Graf
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Es war vor allem der Kulturtransfer durch Studenten der deutschen Universitäten, die ihre österreichischen Kommilitonen mit den Sitten und Gepflogenheiten des Burschenlebens vertraut machten und so die Grundlage des Korporationswesens dort schufen. Auf diesem Weg blühte auch südlich des Inn das nach Regelwerken, dem Comment, organisierte gemeinsame Trinken und Fechten, das Mensurwesen, auf. Auch die schon erwähnten großdeutschen Bestrebungen der frühen Burschenschaften an den Hochschulen des südlichen deutschen Sprachraumes gehen auf den Austausch mit den ab 1871 so genannten „Reichsdeutschen“ zurück.
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In Graz und Wien finden sich Nachweise darüber seit 1865.
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Wie erfolgreich sich insbesondere die Burschenschaften in Österreich etablieren konnten, lässt sich an folgenden Zahlen ablesen: 1891 gab es allein in Wien bereits neun Burschenschaften mit durchschnittlich zehn studierenden Mitgliedern. In Prag waren es deren drei mit elf bis 13 Aktiven, wie die studierenden Mitglieder auch genannt werden.
Anmerkungen
Empfohlene Zitierweise:
Graf, Alexander, Der akademische Kulturtransfer, Abschnitt Deutschösterreichische Studenten im akademischen Kulturkampf 1859-1914 , in: Berger, Andreas / Speer, Andreas (Hrsg.), Studentengeschichte zwischen Mittelalter und Neuzeit, DOI: https://dx.doi.org/10.18716/map/00006, Publikationsumgebung mapublishing (2015), URL: hier URL einfügen (zuletzt abgerufen am: Abrufdatum einfügen).
